Neues Rechnungslegungsrecht ab 01.01.2013 
 

In Kraft gesetzt per 1. Januar 2013
Übergangsfrist zwei Jahre, für Konzernrechnung drei Jahre.
 
Rechtsformneutral
Neu ist die wirtschaftliche Bedeutung des Unternehmens entscheidend und nicht mehr die Rechtsform.
 
Mindestgliederung und deren Reihenfolge sind zwingend einzuhalten
Weiterhin ist in der Bilanz einerseits das Umlaufvermögen und das Anlagevermögen sowie andererseits das kurzfristige Fremdkapital, das langfristige Fremdkapital und das Eigenkapital separat auszuweisen. Die Bilanz ist nach Liquiditätsgrad (Aktiven) sowie nach Fälligkeit (Passiven) zu gliedern.
Die Erfolgsrechnung kann als Produktionserfolgsrechnung oder als Absatzerfolgsrechnung dargestellt werden. Bei der Produktionserfolgsrechnung sind neu die Bestandesänderungen an unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie an nicht fakturierten Dienstleistungen separat auszuweisen.
Im Anhang sind neu Angaben über die Anzahl Vollzeitstellen zu machen. Hingegen fällt die Angabe der Brandversicherungswerte weg. Angaben zur Risikobeurteilung sind nicht mehr im Anhang, sondern neu im Lagebericht anzubringen, d.h. diese Angaben sind nur bei grösseren Unternehmen notwendig.
 
Geldflussrechnung und Lagebericht für grössere Unternehmen zwingend
Als grösseres Unternehmen gilt, wer in zwei aufeinanderfolgenden Jahren im Minimum zwei der Mindestkriterien Bilanzsumme CHF 20 Mio., Umsatz CHF 40 Mio. sowie 250 Vollzeitstellen erfüllen oder wer verpflichtet ist, eine Konzernrechnung zu erstellen.
Bei grösseren Unternehmen ist das IKS (Internes Kontrollsystem) durch die Revisionsstelle zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten.
 
Jahresrechnung in Landessprache oder Englisch sowie in Schweizerfranken oder in der für die Geschäftstätigkeit wesentlichen Währung
Neu ist es möglich die Jahresrechnung in Englisch oder in deutscher Sprache zu erstellen.